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Schlachtefest - Vorbereitung bei Kimms (25.2.2006)
Die Feuerwehr wird bei der 1175-Jahrfeier ein Schlachtefest zeigen. Zu diesem Anlass wurde bei
herrlichem Winter- und Schlachtewetter ein Schwein bei Kimms nach traditioneller Hauschlachter-Art geschlachtet und anschließend ein Schlachtefest im Küchen-Kimm-Lager gefeiert (Milchannahmestelle). Mit einer
weiteren Aktion im Rahmen der 1175-Jahr-Feier, wurde auf die im Sommer stattfindenden Feierlichkeiten hingearbeitet. Die freiwillige Feuerwehr wird unter anderem das Thema "Schlachten" wie vor 50 Jahren
zeigen und auch Produkte, so wie es damals war, anbieten. Damit alles reibungslos funktioniert, wurde schon einmal ein Probelauf organisiert. Pünktlich um 7.00 Uhr fanden sich die Metzger auf dem Hof von Herbert
Kimm ein. Hierzu hatte sich eine gute Mischung aus alten erfahrenen "Hasen" in der Hausschlachtung und einigen Nachwuchsexperten eingefunden. Das Schwein stammte aus dem Stall von Bauer Herbert und wurde
nach alter Methode gefüttert. Kaum hatte das Schwein den Stall verlassen, kümmerten sich nur noch die Metzger um alles weitere, in einen aus dem Jahr 1950 stammenden "Kiewen" wurde es gebrüht, das ist
erforderlich, um es von den Borsten zu befreien. Anschließend erfolgte der Feinschliff auf dem Schlachttisch und auf der -leiter. Diese Arbeit erledigten die Jüngeren unter den strengen Augen der alten
"Hausschlachter" und einem "erfahren Publikum". Nun mussten sich die Metzger beeilen, denn die "Dame vom Amt" rückte an, um das Schwein amtlich zu überprüfen. Nur zur Dokumentation
hatte sie ein altes Mikroskop mitgebracht, um den Zuschauern zu zeigen, wie es früher gemacht wurde. Heute kommen die Proben nach Hofgeismar ins Amt und werden geprüft. Nach der Freigabe konnte man mit der
Weiterverarbeitung beginnen. Eigens für die Weiterverarbeitung hatte Günter Kimm seine Lagerräume, die "alte Milchannahme", leer geräumt und alles neu gestrichen. Nun wurden nach überlieferten Rezepten
Möhren-, Ahle Wurst und Schinken herstellt, während im Kessel das Fleisch für die Leberwurst kochte. Am späten Nachmittag war alles verarbeitet, nun wurden die Vorbereitungen für das Schlachtessen getroffen. Wie
beim Hausschlachten früher üblich kam eine große Zahl an Leckeres auf den Teller. Das Schlachtessen fand bei den Gästen am Abend großes Echo, sie alle waren begeistert vom Geschmack, endlich mal was wie früher,
und von dem Ambiente. Wir möchten uns noch einmal bedanken bei den Gästen, Herbert Kimm und Günter Kimm, die Haus und Hof und vieles mehr zur Verfügung stellten. Bei den Metzgern Fritz Ritter, Gerhard Koth, Frank
Schön, Carsten Götte, Heinrich Ritter, der sich auch im Fach auskennt, bei Birgit, Brigitte und Grit, die als "Hausfrauen" wichtige Helfer waren. (Willi Gerhold) siehe auch
“Schlachten früher”
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Die Metzger, von links nach rechts: Carsten Götte, Frank Schön, Bauer Herbert Kimm, Gerhard Koth, Fritz Ritter und Heinrich Ritter
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